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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4513-302

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Waldreservat Moosfelde

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

699 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hochsauerlandkreis, Soest

Kurzcharakterisierung:

Das Waldreservat Moosfelde liegt auf einem durch rnehrere Siepen sowie durch die Täler der Grossen und der Kleinen Aupke zerschnittenen Höhenrücken nordöstlich der Stadt Neheim-Hüsten, am Ostrand des unteren Möhnetals. Es handelt sich um ein weitgehend geschlossenes, von Buchen- und Stieleichenbeständen dominiertes Waldgebiet. Eingestreute Nadelholzblöcke befinden sich im Urnbau zu Laubholzbeständen. Die Fliessgewässer sind auf weiten Strecken natumah ausgebildet. Allerdings führen viele der zumeist stark eingekerbten Siepen nur periodisch Wasser. Die Böden sind überwiegend basenarm und vor allern an den Unterhängen aufgrund erheblicher Lösslehmbeimengungen überaus tief entwickelt. In ebenen Lagen sowie im Umfeld von Quellaustritten neigen sie kleinflächig zu Staunässeerscheinungen (meist gering bis mässig wechselfeucht). Die Fliessgewässer des Gebietes bilden in Teilabschnitten kleine Auebereiche mit typischer Vegetation aus. Eine breite Stromleitungstrasse trennt das südwestliche Drittel des Gebietes von den übrigen Flächen. Auf dieser Trasse stocken überwiegend Laubholz-Sukzessionsbestände (Birke, Roterle, Eberesche, Hasel), die je nach Erfordernis abschnittsweise auf den Stock gesetzt werden. Der grösste Teil der Buchen-Bestockung konzentriert sich auf 50 - 80-jährige Bestände mit charakteristischerweise überaus spärlich ausgebildeter, aber typisch zusammengesetzter Krautschicht. Häufig finden sich einzeln oder truppweise eingemischte Fichten. Inselartig eingestreut sind einige Buchen-Altholzbestände mit Totholzanteilen (im Durchschnitt 120-jährig) von 2 his 10 ha Grösse. Einen erheblichen Anteil an der Bestockung haben ferner 100 - 150-jährige Eichenbestände mit Hainbuchen- oder Buchen-Unterstand.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das Gebiet repräsentiert in typischer Weise die für sehr frische bzw. schwach bis mässig wechselfeuchte Böden in den niedrigeren Höhenlagen des Sauerlandes charakteristische Rasenschmielen-Ausbildung des Hainsimsen-Buchenwaldes sowie deren Ubergänge zum weitgehend verschwundenen Hainbuchen-Stieleichen-Wald (Stellario-Carpinetum) der Möhneaue. Besonders hervorzuheben sind die naturnahen Strukturen der Altholzbestände und die günstigen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der jüngeren Altersstadien (Verpflichtung zur naturnahen Waldbewirtschaftung im Staatswald). In die Waldbestände eingebettet sind naturnahe Quellbereiche und Fliessgewässerabschnitte. Wo letztere durch Verrohrungen (Durchlässe unter Forstwegen) oder im Hauptschluss betriebene Feuerlöschteiche unterbrochen sind, bestehen Uberwiegend gute Voraussetzungen den Fliessgewässerzusammenhang wiederherzustellen Vor allern an den Unterhängen finden sich auf Standorten des Hainsimsen-Buchenwaldes grossflächige Stieleichen-Hainbuchen-Mischhestände mit Bestandesstrukturen, die annähernd denen natürlicher Hainbuchen-Stieleichenwälder (Stellario-Carpinetum) entsprechen. Obwohl streng genommen Forstgesellschaften, sollte auf lhre Erhaltung besonderer Wert gelegt werden, da sie eine Art Ersatz für die von ihren natürlichen Standorten verdrängten Hainbuchen-Stieleichenwälder der Möhneaue darstellen und Ersatzlebensräume fur die daran angepasste Fauna wie etwa den Mittelspecht darstellen. Eine ähnliche Funktion ubernehmen Bestände, in denen die Buche zugunsten der Eiche in den Unter- und Zwischenstand (teilweise zur Schaftpflege) gedrängt wurde und nur noch mit Einzelexemplaren irn Hauptbestand vertreten ist.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorrangiges Entwicklungsziel ist die Erhaltung und Verbesserung der kleinflächigen Strukturdiversität der Waldbestände (Altersstruktur, standortheimische Mischbaumarten, Totholzanteile) im Wege der naturnahen Waldwirtschaft. In Mischbeständen mit gesellschaftsfremden Baumarten sollte deren Anteil auf deutlich unter 30 % gesenkt werden. Besonderes Augenmerk ist auf die Wiederherstellung des Fliessgewässerzusarnrnenhanges und der gewässerbegleitenden standortheimischen Bestockung zu richten.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: