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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-3611-301

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Heiliges Meer - Heupen

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

230 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Steinfurt

Kurzcharakterisierung:

Es handelt sich um ein sehr strukturreiches Gebiet mit naturnahen, unterschiedlich alten Erdfallseen und -tümpeln mit unterschiedlichem Nährstoffangebot und jeweils ausgeprägter, nährstofftypischer Verlandungsvegetation. Um die z. T. großflächigen Gewässer herum befinden sich Bruchwald, große Feuchtgrünlandbereiche, Feucht- und Trockenheide sowie Sandtrockenrasen.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Der Gebietskomplex beinhaltet Bestände landesweit gefährdeter Biotopstrukturen wie den Erlenbruchwald, nährstoffreiche Seggenriede und Sumpfdotterblumenwiesen. Besonders hervorzuheben sind auch die Vorkommen landesweit vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten: Sumpf-Johanniskraut, Strandling und Wasser-Lobelie, von denen die zwei zuletzt genannten im Gebiet eines ihrer letzten Vorkommen in ganz NRW besitzen. Unter den Amphiben wurden u.a. der Moorfrosch und die Knoblauchkröte, als stark gefährdete Heuschreckenart die Sumpfschrecke nachgewiesen. Im Gebiet brütet u. a. der Große Brachvogel und der Steinkauz. Das Naturschutzgebiet Heiliges Meer gehört zu den seit vielen Jahren landesweit am besten untersuchten Naturschutzgebieten und ist deshalb eine bedeutende Monitoring-Fläche und wegen seiner großflächigen, z. T. feuchten Grünländer ein wichtiger Trittstein im landesweiten Feuchtwiesen-Biotopverbundsystem.
In diesem, im Naturraum Hopstener Sandplatte gelegenen, Gebiet kommt ein landesweit einmaliges Ensemble vollständig erhaltener Verlandungsserien natürlicher Stillgewässer unterschiedlicher Nährstoffangebote vor. Dazu sind Feucht- und Trockenheiden sowie Sandtrockenrasen im Gebiet ausgeprägt. Eine hohe Zahl seltener und gefährdeter Pflanzenarten (u.a. Schwimmendes Froschkraut) und -gesellschaften sowie zahlreiche Tierarten findet dort Lebensraum, darunter Rohrweihe, Schwarzspecht und Heidelerche.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Naturschutzfachliches Ziel ist der Schutz der natürlichen Seen verschiedener Trophiestufen und Verlandungsstadien und deren Lebensgemeinschaften, die Erhaltung der benachbarten Feucht- und Trockenheiden und Sandtrockenrasen sowie der Bruchwälder. Der Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung im Umfeld des Seenkomplexes, insbesondere der Erhaltung bzw. Entwicklung und extensiven Bewirtschaftung von Feucht- und Magergrünland kommt ebenfalls große Bedeutung zu. Das Gebiet ist aufgrund der besonderen Ausstattung an Stillgewässern eine einzigartige Kernfläche im landesweiten Biotopverbund.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Broschüre zum Gebiet:

Heiliges Meer - Heupen