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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-3618-401

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

VSG Bastauniederung

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

2500 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Minden-Luebbecke

Kurzcharakterisierung:

Die Bastauniederung ist eine ausgedehnte Moorniederung nördlich des Wiehengebirges. Im Westen (NSG "Grosses Torfmoor") lagern Torfe von über 4 m Mächtigkeit. Im wiedervernässten Hochmoorkern sind Hochmoorbulten- und Schlenkenkomplexe erhalten geblieben. Nach Norden und Westen schliessen sich gut ausgebildete Zwischenmoorkomplexe an. Innerhalb der 6 km langen Moorniederung nimmt die Torfmächtigkeit nach Osten hin ab und die unkultivierten Moorflächen werden von Feuchtgrünland abgelöst (NSG "Bastauwiesen"). Nördlich des Mittellandkanals setzt sich die grünlandgeprägte Moorniederung in den NSG "Altes Moor" und "Neuenbaumer Moor" fort. Die Bastau als Fliessgewässer ist ca. 3 - 5 m breit, weitgehend begradigt und stellenweise mit einer dichten submersen Vegetation ausgestattet.

Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach Vogelschutzrichtlinie:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Im Vogelschutzgebiet liegt eines der bedeutsamsten teilabgetorften Hochmoore Nordrhein-Westfalens. Es zählt zu den 5 besten Wachtelkönig-Brutgebieten des Landes. Im Grossen Torfmoor hat die Bekassine das landesweit grösste Brutvorkommen. Darüberhinaus leben im Gebiet bedeutsame Brutpopulationen von Wasserralle und Krickente. Seit einigen Jahren wird das Grosse Torfmoor regelmässig von Kranichen im Sommer aufgesucht (Brutverdacht). Im Grünland brütet noch der Kiebitz in hohen Siedlungsdichten. Das Vorkommen des Schlammpeitzgers in der Bastau ist das dritte zusammenhängende und bedeutende in Nordrhein-Westfalen. Zusätzlich wird das Gewässer durch das gleichzeitgie Auftreten des Steinbeissers in seiner Bedeutung aufgewertet.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorrangiges Entwicklungsziel ist die grösstmögliche Vernässung des Torfkörpers und Schaffung stabiler, grosser Torfbildungskomplexe. Dies ist durch fraktionierten Grabenanstau und regelmässiges Freihalten von Gehölzen zu bewerkstelligen. Durch diese Massnahmen wird auch der Lebensraum der bodenbrütenden Limikolen sowie der Wasservögel dauerhaft gesichert. Die Grünlandbereiche mit ihren Gräben, Kleingewässern, Röhrichten sollen als Lebensraum für Offenlandbewohner extensiv bewirtschaftet bzw. gepflegt werden. Ackerflächen sollten in Grünland umgewandelt werden. Für den an eutrophe Gewässer mit organischem Schlamm und submerser Vegetation angepassten Schlammpeitzger ist es wichtig, Schlammzonen und Wasserpflanzenpolster zu erhalten, Gewässerunterhaltungsmassnahmen sollten darauf abgestellt sein und abschnittsweise erfolgen. Für den Steinbeisser sollte eine geringe Strömungsgeschwindigkeit beibehalten werden. Ein Trockenfallen des Gewässers und Räumungen des für den Steinbeisser wichtigen sandigen bis feinkiesigen Substrates der Sohle auf grossen Abschnitten sollte vermieden werden.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: