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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-3708-303

Gebietsname:

Rueenberger Venn

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

25 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Borken

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet besteht aus vier Teilflächen und befindet sich im Bereich des Dreiländerecks (Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Niederlande) im äußersten Nordwesten des Kreises Borken. Eine Teilfläche bildet das NSG Rüenberger Venn. Die Gewässer sind teils alte Heideweiher, zumeist aber in den letzten Jahren neun angelegt worden. Das Gebiet liegt im Naturraum "Gildehauser Venn", das in Mitteleuropa als Verbreitungszentrum der heute überwiegend als gefährdet eingestuften - insbesondere der atlantisch verbreiteten - Pflanzenarten der nährstoffarmen Gewässer gilt. Im nahen Umfeld der Gewässer sind weitere Biotoptypen nährstoffarmer Standorte wie Gagelgebüsche, Feuchtheiden oder wechselnasse Pionierfluren vorhanden, die ebenfalls eine reichhaltige Flora beherbergen. Im Bereich des NSG "Rüenberger Venn" ist ein weitgehend von Pfeifengrasbeständen dominierter Hochmoorrest erhalten, in dem noch kleinflächig moortypische Lebensräume (Feuchtheide, Torfstiche mit Schnabelried-Vegetation) vorkommen. In einem der Waldgebiete ist ein kleinerer Birkenbruchwald mit torfmoosreicher Krautschicht erhalten. In das Gebiet einbezogen wurden Verbindungsflächen zwischen den einzelnen Gewässern und ein an den Hochmoorrest angrenzender Acker als Pufferzone.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das Gebiet ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl oligo- bis mesotropher Gewässer in zumeist gutem bis hervorragendem Erhaltungszustand, die botanisch zu den artenreichsten Gewässern des Typus Heideweiher in Nordrhein-Westfalen zählen. Der weitgehend von Pfeifengrasbeständen dominierte Hochmoorrestkörper im NSG "Rüenberger Venn" weist noch moortypische Lebensräume wie Feuchtheiden und alte Torfkuhlen auf. Der Jahresbericht 1988 des Biologischen Institutes in Metelen führt für den Biotopkomplex "Heideweiher" am Dreiländersee folgende bemerkenswerten Arten an: Flutender Sellerie, Igelschlauch, Gelbweißes Ruhrkraut, Zwerglein, Reinweißer Wasserhahnenfuß. Darüber hinaus beherbergt das Gebiet eine Vielzahl spezialisierter Wasserinsekten und Amphibienarten wie z. B. Glänzende Binsenjungfer oder Moorfrosch. Auch für zahlreiche gefährdete Vogelarten s. o. ist das Gebiet ein wichtiger Stützpunkt.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorrangiges Schutzziel ist die Erhaltung und Optimierung Lebensräume nährstoffarmer Standorte, insbesondere der oligo- bis mesotrophen Stillgewässer, aber auch Feuchtheiden, Hochmoorreste und Bruchwälder. Hierzu sind Pflegemaßnahmen wie Entkusseln, Kontrolle der Wasserstandsschwankungen, gegebenenfalls Abplaggen u. ä. erforderlich. Der Biotopkomplex ist Teil eines Netzes von weiteren, z. T. die Landesgrenze überschreitenden Heide- und Moorgebieten am Rande des westlichen Münsterlandes, die einen Schwerpunkt im landesweiten Moorschutz bilden. Auf niedersächsischer Seite schließt sich ein ausgedehntes Heide-Moor-Gebiet an, dessen Kernbereich von dem NSG "Gildehauser Venn" gebildet wird. Dieser Naturraum gilt als derzeitiger Verbreitungsschwerpunkt insbesondere für die atlantisch verbreiteten Pflanzenarten der nährstoffarmen Gewässer.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Maßnahmenkonzept (MAKO):