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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-3712-302

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Sandsteinzug Teutoburger Wald

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

93 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Steinfurt

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet befindet sich auf dem hier nach Westen hin ausklingenden Höhenzug des Teutoburger Waldes im Bereich der zwei parallel verlaufenden Gebirgsketten, nämlich der Osningsandstein- und dem Plänerkalksteinzug. Auf dem Sandsteinhöhenzug stocken bodensaure Buchenwälder und lichte Birken- und Kiefernmischwälder. Entlang des Kammes treten markante Felsformationen mit bis zu 40m hohen Felsgruppen, Felsbändern und Einzelfelsen mit zum Teil artenreichen Bewuchs aus vorwiegend niederen Pflanzen auf. Das Naturschutzgebiet Osterklee ist ein Kalk-Halbtrockenrasen auf dem stark geneigten, südexponierten Hang des Kalksteinzuges.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Der sich über 100 km Länge erstreckende Teutoburger Wald stellt einen landesweit bedeutsamen Waldkorridor und damit ein Waldverbundsystem für u.a.Hainsimsen-Buchenwälder, bei denen es sich hier überwiegend um alte Wälder handelt, dar.Viele der hier vorkommenden Biotoptypen, insbesondere der FFH-Lebensraumtypen Silikatfelsen und Kalk-Trockenrasen, erreichen hier ihre nordwestlichste Verbreitungsgrenze in NRW bzw. in Deutschland und sind daher von biogeografischer Bedeutung. Die im Gebiet liegenden westlichen Sandsteinfelsen, die Dörenther Klippen, zeichnen sich durch einen besonders artenreichen Bewuchs mit Moosen und Flechten aus. Ihre hohe Schutzwürdigkeit wird durch über 150 im Umfeld des Gebietes nachgewiesene Moos- und Flechtenarten, darunter 32 landesweit gefährdete Arten, belegt.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Außer der Erhaltung der naturnahen Waldbereiche sollte ihr Anteil innerhalb des Gebietes durch einen Umbau der nicht standortgemässen Nadelforsten in standorttypische Hainsimsen-Buchenwälder erhöht werden. Durch eine naturnahe Waldbewirtschaftung ist eine Erhaltung von Alt- und Totholz ebenso wie eine Förderung von Naturverjüngung anzustreben. Die Felsen, und in stärkerem Masse deren felstypische Vegetation, sind vor allen durch intensive Nutzung als Kletterfelsen oder durch regelmässiges Betreten durch Wanderer und Spaziergänger teilweise stark beeinträchtigt. Hier sollten die wertvollsten und empfindlichsten Bereiche von Betretung freigehalten werden. Der Kalk-Trockenrasen des Osterklee benötigt als halbnatürlicher Vegetationstyp vordringliche Pflegemaßnahmen zur Offenhaltung der voranschreitenden Verbuschung (Mahd, Beseitigung des aufkommenden Gehölzbewuchses).

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus keiner hinterlegten Karte.

Broschüre zum Gebiet:

Dörenther Klippen