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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-3915-303

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Tatenhauser Wald bei Halle

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

188 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Guetersloh

Kurzcharakterisierung:

Der Tatenhauser Wald liegt am Südwestrand der Ortslage Halle nordwestlich der Stadt Bielefeld. Das Gebiet befindet sich am Nordostrand der Westfälischen Bucht mit Kontakt zum Plänerkalkzug des Teutoburger Waldes. Es handelt sich um einen großen, im Zentrum weitgehend unzerschnittenen Laubmischwaldkomplex auf überwiegend schwach basenhaltigen, anlehmigen Sandstandorten quartären Ursprungs. Es dominieren Buchen- und Eichenmischwälder mit hohen Altholzanteilen. Der Wald wird von Lai-, Ruthe- und Loddenbach von Nordost nach Südwest durchflossen. Eingebettet in den Waldkomplex sind von Schwarzerlen dominierte Auenwaldbestände entlang der Bachläufe. Nordöstlich des Schlosses Tatenhausen befindet sich ein größerer Schilfkomplex mit Kleingewässer im Bereich der Torfkuhle.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die landesweite Bedeutung des Tatenhauser Waldes resultiert aus dem für die Westfälische Bucht sowohl von der Flächengröße als auch vom Alter (Altholz, Höhlenbäume) repräsentativen Vorkommen der Buchen- und Eichenmischwälder einschliesslich der charakteristischen Tierwelt. Dazu zählen insbesondere die zwei Spechtarten Schwarz- und Kleinspecht sowie zahlreiche Fledermausarten u.a. Teichfledermaus und Bechsteinfledermaus. Desweiteren sind die entlang des Lai- und Ruthebaches wachsenden Erlen-Eschenwälder aufgrund Ihrer Artenzusammensetzung und ihrer Flächengröße von hoher Repräsentanz für den Naturraum. Der in Abschnitten naturnahe Laibach ist Lebensraum des Eisvogels. Außerdem wurde in diesem Gebiet das einzige rezente Vorkommen des Heldbocks für NRW nachgewiesen.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Die Erhaltung und Wiederherstellung eines reich strukturierten Tiefland-Buchen- und Eichenwaldkomplexes sowie der Erlen-Auenwälder durch naturnahe Waldbewirtschaftung steht im Vordergrund der Schutzbemühungen. Auch die Erhaltung und Förderung der Höhlenbäume als wichtige Nistplätze gefährdeter Vogelarten und als Quartierbäume für Bechsteinfledermäuse ist neben der Erhaltung der naturnahen Fließgewässerabschnitte und der Renaturierung der begradigten Bereiche als strukturreicher Lebensraum für den Eisvogel von besonderer Wichtigkeit. Der Tatenhauser Wald ist als großflächiger Waldkomplex ein wichtiger Trittsteinbiotop am Rande der Westfälischen Bucht, insbesondere als Flachlandvorposten der großen Mittelgebirgswälder des Weserberglandes (z.B. des Teutoburger Waldes). Der Erhalt alter Eichen als Brutbäume für den Heldbock ist zu gewährleisten.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: