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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4116-401

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

VSG Rietberger Emsniederung mit Steinhorster Becken

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

927 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Guetersloh, Paderborn

Kurzcharakterisierung:

Das Vogelschutzgebiet "Rietberger Emsniederung mit Steinhorster Becken" ist eines der bedeutendsten Brut-, Rast-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiete für Arten des Anhangs I sowie für wandernde Vogelarten nach Artikel 4 Absatz 2 der Vogelschutzrichtlinie in Nordrhein-Westfalen. Die Meldung als Vogelschutzgebiet dient dem Ziel, die Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung eines ausgedehnten Niederungsgebietes im Stromtal der Ems sowie der ausgedehnten extensiv genutzten Rietberger Fischteiche und der Flachwasserzonen des Steinhorster Beckens als Lebensgrundlage dieser Vogelarten sicherzustellen. Insbesondere ist das mit grossen Flachwasserzonen und Feuchtwiesen geschaffene Steinhorster Becken bereits wenige Jahre nach der Fertigstellung zu einem wichtigen Baustein in der landesweiten Vernetzung von Lebensräumen geworden. In Verbindung mit dem Vogelschutzgebiet "Senne" und den angrenzenden Sennebächen, dem Naturschutzgebiet "Rietberger Fischteiche" mit den umliegenden Feuchtwiesen und dem Naturschutzgebiet "Emssee" zählt es im Naturraum zu den ökologisch hochwertigsten Landschaftsbereichen.

Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach Vogelschutzrichtlinie:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Diese naturraumtypische Lebensraumvielfalt mit wertvollen Biotopkomplexen (Weichholz-Auenwälder, Feuchtwiesen, Flachwasserzonen, extensiv genutzte Fischteiche mit entsprechender Röhrichtzone und kleinräumige Gehölzstrukturen) machen das Vogelschutzgebiet überaus attraktiv für viele brütende aber auch für zahlreiche nahrungssuchende, auf dem Durchzug rastende und überwinternde Vogelarten. Die bestehenden Naturschutzgebiete "Rietberger Fischteiche" und "Steinhorster Becken" mit ihren Flachwasserzonen, Seggenriedern und Röhrichten sind für brütende und ziehende Wat- und Wasservögel von landesweiter Bedeutung (z.B. für Rohrweihe, Teichrohrsänger, Rohrdommel, Tafelente, Grünschenkel). Die extensiv genutzten Grünlandflächen sind der Grund für das Vorkommen national bedeutsamer Brutbestände von Wiesenvögeln (v.a. Grosser Brachvogel, Bekassine). Die störungsarmen Bereiche des Hövelbruches und des Steinhorster Bruches wurden von Gänsen und Kranichen in den letzten Jahren verstärkt als Rast- und Überwinterungsgebiet aufgesucht. Das Vogelschutzgebiet beherbergt mehrere Top 5 Arten, u.a. Rohrdommel und Zwergschwan (Anhang I) sowie Bekassine, Grosser Brachvogel, Knäkente, Löffelente, Pirol, Tafelenet, Teichrohrsänger und Zwergtaucher (Arten nach Art. 4 der VS-RL).

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Die vorhandene Lebensraumvielfalt mit ihrer charakteristischen Avifauna ist zu erhalten, zu sichern und zu optimieren. Vorrangige Massnahmen gelten den Brut- und Rastbereichen für Wiesenvögel (Förderung der Feuchtwiesen, Anlage von Blänken); den Brut-, Rast- und Überwinterungsbereichen für Wasservögel, den Röhrichtbereichen als Brut-, Rast- und Nahrungsräume für Teichrohrsänger, Rohrdommel, Rohrweihe und Wasserralle; den Flachwasserzonen als Rastbereiche für Limikolen; den Grünland- und Ackerflächen als Rast-, Nahrungs- und Überwinterungsflächen für Singschwan, Zwergschwan, Saatgans Blässgans und Kranich; den Fliessgewässern als Brut- und Rastgebiet für den Eisvogel sowie den Resten der ehemaligen Auenwälder und bachbegleitenden Gehölzen als Brutplätze von Pirol und Nachtigall.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: