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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4205-301

Gebietsname:

Grosses Veen

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

90 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Wesel

Kurzcharakterisierung:

Insgesamt acht Dünenmuldenmoore beinhaltet dieser Dünen-Moor-Komplex, von denen die vier am besten erhaltenen noch größere Bestände hochmoorartiger Vegetation aufweisen. So finden sich hier nicht nur Wollgras-Bestände, sondern auch Bult-Schlenken-Komplexe und Schwingrasen mit den entsprechenden Pflanzengemeinschaften. Hinzu kommen unterschiedlichste Regenerationsstadien in kleinen Torfstichen, so daß sich eine außergewöhnliche Vielfalt an Kleinlebensräumen ergibt. Die von Dünenfeldern durchsetzte Umgebung der Moore ist bewaldet mit Pfeifengras-Kiefernbeständen, Mischbeständen aus Kiefer und Eiche und im Süden von einem Eichenbestand mit mächtigen alten Baumexemplaren.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das Große Veen weist eine überragende Bedeutung aufgrund der gut entwickelten Moorvegetation und der Dünen auf. Als Refugialraum für an Moore gebundene Tier- und Pflanzenarten ist das Gebiet von landesweiter Bedeutung. Hervorzuheben ist hier insbesondere das Vorkommen der Großen Moosjungfer. Hier finden sich die größten und am besten ausgebildeten Bult- und Schlenken-Pflanzengemeinschaften des gesamten Naturraums "Unterer Niederrhein".
Die Bedeutung des Gebietes begründet sich auch auf den Artenreichtum der Libellenfauna und das Vorkommen des Moorfrosches. Von der Vielzahl der hier vorkommenden seltenen Pflanzenarten seien besonders die die Moorflächen prägenden und mit einer großen Artenzahl vorkommenden Torfmoose hervorgehoben. Nicht zu vernachlässigen sind darüber hinaus weitere Vertreter dieser nährstoffarmen Feuchtstandorte wie Rundblättriger und Mittlerer Sonnentau, Schmalblättriges und Scheidiges Wollgras, Rosmarinheide, Weiße Schnabelbinse oder Kleiner Wasserschlauch.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Ausgehend von einem wirksamen Bestandesschutz muß eine Entwicklung angestrebt werden, die langfristig zu einer Ausdehnung und Wiederansiedlung von Hochmoorvegetation führt. Möglichkeiten dazu bieten sich u. a. durch die Schließung von Entwässerungsgräben und das Entfernen von unerwünschtem Gehölzaufwuchs in den Moorflächen ("Entkusseln"). Der bereits jetzt herausragende Wert des Gebietes für den Biotopverbund als Rückzugsraum und Trittstein für Pflanzen- und Tierarten der Moore ist durch eine Optimierung der Lebensräume in Zukunft noch steigerungsfähig.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: