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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-4213-301

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Lippeaue zwischen Hangfort und Hamm

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

613 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Warendorf, Hamm, Soest

Kurzcharakterisierung:

Von weiten Mäanderschlingen der Lippe, die das angrenzende Grünland in ihrem weitgehend naturbelassenen Bett durchzieht, wird dieser Auenbereich im Kernmünsterland geprägt. Trotz der steigenden Belastung, vor allem durch die intensive Beweidung der Flächen, ist hier das typische, durch den Fluß und seine Nebengewässer geschaffene Lebensraummosaik über weite Strecken erhalten geblieben. Uferbereiche von Altarmen, Teichen, Gräben und Bächen sind Wuchsort für Röhricht und Hochstaudenfluren, während die offenen Wasserflächen der Stillgewässer und selbst langsam strömende Randzonen der Lippe oft von dichten Teichrosenbeständen bedeckt werden. Hecken, Gebüsche, Einzelbäume und Ufergehölze, die am Lippeufer meist aus Weidengebüschen bestehen, gliedern ebenso wie Röhricht- und Hochstaudensäume das Grünland, das auf manchen Flächen regelmäßig überschwemmt wird.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Dieser guterhaltene Komplex von auentypischen Strukturen und Lebensräumen ist nicht nur für Vögel (insbesondere die oben genannten Wiesen- und Wasservögel) und Amphibien (z. B. Kammolch), sondern darüber hinaus auch für andere Tiergruppen wie z. B. Libellen und Fledermäuse von herausragender Bedeutung. Auch aus botanisch-vegetationskundlicher Sicht ist die noch weitgehend vollständige Ausstattung mit für den Naturraum Kernmünsterland typischen Pflanzengemeinschaften hochgradig schützenswert. Der naturnahe Verlauf eines Tieflandsflusses, wie ihn die Lippe auf diesem Abschnitt bietet, hat heutzutage Seltenheitswert und neben der ökologischen auch eine hohe geowissenschaftliche Bedeutung.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Die Erhaltung und Entwicklung der Lippe durch Renaturierung, insbesondere die Wiederherstellung der Überflutungsdynamik, die Auwaldentwicklung und die extensive Grünlandnutzung gemäß Lippeauenprogramm sind vordringliche Ziele im Gebiet. Darüberhinaus ist eine naturverträgliche Freizeitnutzung anzstreben. Diesem Flußabschnitt der Lippe kommt als Teil einer wichtigen ökologischen Ost-West-Verbindung im Rahmen des landesweiten Biotopverbundes eine erhebliche Bedeutung zu.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: