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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4222-302

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standarddatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Grundlose-Taubenborn

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

73 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hoexter

Kurzcharakterisierung:

Die "Randsenke" Taubenborn liegt in der Weserniederung am Fuß des durch flachgründige orchideenreiche Kalkbuchenwälder und Kalkklippen geprägten Ziegenberges. Durch austretendes Hangwasser und das hoch anstehende, mit den Wasserständen der Weser korrespondierende Grundwasser kommt es zu lang andauernden Vernässungen dieses in Teilbereichen durch Grünlandnutzung geprägten Gebietes. Größere Bereiche werden von ehemaligen Naßabbaggerungen eingenommen. Aufgrund des Kiesabbaus sind nur noch wenige der durch Erdfälle entstandenen "Grundlosen" erhalten. Sie sind von ausgeprägten Röhrichten umgeben. Angrenzend an die Röhrichte stocken quellig durchsickerte Erlensumpfwälder mit artenreicher Krautschicht. Westlich vorgelagert befindet sich eine Erlen-Aufforstungsfläche auf vergleichbarem Standort.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die zahlreichen Gewässer mit ihrer engen Verzahnung zu den angrenzenden terrestrischen Biotopen beherbergen eine arten- und individuenreiche Amphibienfauna und machen den Taubenborn, v.a. unter Berücksichtigung der Größe der Kammmolchpopulation, zu einem einzigartigen Lebensraum von großer regionaler Bedeutung. Die weitgehend durch Unterwasservegetation gekennzeichneten und von Röhrichten umgebenen Grundlosen stellen einen der sehr seltenen Fälle natürlicher Stillgewässer in Ostwestfalen dar. Aufgrund des direkten Anschlusses an den v.a. durch orchideenreiche Kalkbuchenwälder und Kalkklippen geprägten Ziegenberg weist dieser Teil der Oberweserniederung einen einmaligen Komplex aus kühlnassen Standorten und xerothermen Wärmeinseln auf.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Erhaltung und Optimierung des durch die Weser und durch Hangwasser geprägten Wasserhaushaltes und der Vielzahl der hierdurch bedingten, z.T. temporären Kleingewässer und Laachen mit ihrer Amphibienfauna. Erhaltung und weitere Extensivierung der großflächigen Grünlandnutzung. Umwandlung der monoton strukturierten Waldbereiche in naturnahe Auenwälder. Optimierung der ehemaligen Abgrabungsbereiche durch naturnähere Ufergestaltung. Optimierung des Lebensraumes für den Kammmolch als Ausbreitungszentrum im Wesertal.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: