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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4311-302

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Disselkamp, Lippeaue suedlich Waterhues und Unterlauf Beverbach

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

103 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Unna

Kurzcharakterisierung:

Zahlreiche Altwässer mit gut entwickelten Röhricht-, Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzengesellschaften sowie der von intakten Gehölzen gesäumte Unterlauf des Beverbaches kennzeichnen diesen überwiegend als (Extensiv-) Grünland genutzten Abschnitt der Lippeaue. Ergänzend treten zeitweise austrocknende Kleingewässer und Übergänge zu Halbtrockenrasen an den Böschungen des "Lenklarer Hufeisens", dem größten der hiesigen Altarme hinzu. Die renaturierte und von Weidengehölzen begleitete Lippe durchfließt diesen zusätzlich durch Hecken und Kleingehölze reich strukturierten Auenkomplex in weiten Mäandern.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Dieser reich strukturierte Abschnitt der Lippeaue ist insbesondere durch seine sehr wertvollen und für den Naturraum repräsentativen Altarme hervorzuheben. Sie sind als Lebensraum für den Reichtum an Wat- und Wasservögeln, Amphibien und Libellen von wesentlicher Bedeutung. Besonders im Frühjahr ist das Gebiet wichtiger Rastplatz für wandernde Vogelarten. Die hier weitgehend renaturierte Lippe bietet für wandernde Fischarten wie z. B. das Flussneunauge geeignete Strukturen. Die Uferbereiche weisen in engem Wechsel offene Schlammflächen, Uferhochstaudenfluren und standortstypische Ufergehölze auf.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Im Rahmen des landesweiten Biotopverbundes ist dieser Abschnitt der Lippeaue, aufgrund seiner naturnahen Lebensraumausstattung, ein Kernelement der wichtigen ökologischen Ost-West-Verbindung im Randbereich des nordöstlichen Ruhrgebietes. Neben der Förderung der natürlichen Flussdynamik steht der Schutz der empfindlichen Gewässerufer vor dem Weidevieh im Zentrum der Schutzbemühungen. Gleichzeitig läßt sich damit die weitere Entwicklung und Optimierung dieser schützenswerten Auenlandschaft sinnvoll verknüpfen. Erfolgversprechende Ansatzpunkte bieten hier z. B. die Entfesselung der Lippeufer, die Rückumwandlung von Acker in Grünland und die Schaffung eines durchgehenden Auenwaldstreifens an der Lippe. Dabei wird die Grünlandnutzung in weiten Teilen durchaus aufrecht erhalten.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: