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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4405-303

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

NSG Rheinvorland im Orsoyer Rheinbogen, mit Erweiterung

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

397 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Wesel

Kurzcharakterisierung:

Dieses Gebiet umfasst über eine Strecke von mehr als neun Kilometern das gesamte Deichvorland entlang des Rheins. Prägende Bestandteil dieser Landschaft ist das ausgedehnte Feucht- und Nassgrünland, das zum größten Teil als Weide bewirtschaftet wird. Die beiden im Nordteil gelegenen größeren Gewässer weisen neben niedrigwüchsigen Uferfluren auch Röhrichte und stellenweise schon Initialstadien von Weidengebüschen auf. Außerdem finden sich über das Gebiet verteilt kleinflächige Altwässer und etliche nur zeitweise wasserführende Kleingewässer. Baumreihen und -gruppen sowie Gebüsche und Hecken beleben das Landschaftsbild dieses Gebietes.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Der vielgestaltigte Gewässer-Grünlandkomplex ist ebenfalls Lebensraum der in NRW gefährdeten Kreuzkröte.
Die zahlreichen, unterschiedlich großen und unterschiedlich lange Wasser führenden Gewässer bilden innerhalb des Grünlandes ein Lebensraummosaik, nicht nur für Amphibien, das in dieser Ausbildung im Naturraum Mittlere Niederrheinebene Seltenheitswert hat. Neben Weichholzauenwald-Restbeständen, und Glatthaferwiesen reichern Schlammuferpionierfluren im direkt angrenzenden Rhein-Fischruhenzonen-Gebiet das Biotopinventar weiter an. Sowohl als Rast-, wie auch als Nahrungs- und Schlafplatz ist das Gebiet von hoher Bedeutung für die aus der Arktis kommenden Gänse (Bläß- und Saatgans) und Schwäne (Zwerg- und Singschwan) und hat sich mittlerweile zu einem der bedeutendsten binnenländischen Überwinterungsplätze entwickelt. Unter anderem aus diesem Grund ist es Teil des nach RAMSAR-Konvention geschützten Feuchtgebietes "Unterer Niederrhein". Desweiteren finden sich hier Brutvorkommen von Wachtelkönig, Rohrweihe und Rotschenkel.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Das heute schon hochgradig schutzwürdige Bergsenkungsgebiet besitzt im Zusammenhang mit der geplanten Deichrückverlegung ein herausragendes Entwicklungspotential. Hier ist u. a. die Schaffung einer durchgehenden Weichholzaue, ausgehend von den bereits vorhandenen Weidenufergebüschen zu nennen. Die bereits zum jetzigen Zeitpunkt große Bedeutung des hiesigen Gewässer-Grünlandkomplexes für den landesweiten Biotopverbund würde dadurch noch eine erhebliche Steigerung erfahren. Durch die Funktion als wichtiger Zugvogelrastplatz ist das Gebiet auch im Rahmen des überregionalen und internationalen Verbundes gefährdeter Feuchtgebiete als Trittsteinbiotop von hoher Bedeutung.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: