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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4514-303

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Waldreservat Obereimer

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

2377 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hochsauerlandkreis

Kurzcharakterisierung:

Am Südrand des Ruhrtals erstreckt sich zwischen Arnsberg-Obereimer und Arnsberg-Rumbeck ein weitgehend geschlossener Waldkomplex, welcher vom Rand der Ruhraue (170 m ü. NN) bis auf den Höhenrücken zwischen dem Ruhr und Röhrtal (450 m ü. NN)reicht. Zahlreiche natürliche oder naturnahe Fließgewässer durchziehen das Gebiet und haben sich als steile Siepen oder kleine Sohlentäler in die Hänge eingeschnitten. Der geologische Untergrund besteht überwiegend aus nährstoffarmen unterkarbonischen Gesteinen, auf denen sich die für weite Bereiche des Rheinischen Schiefergebirges typischen basenarmen Braunerden entwickelt haben. Etwas reichere Böden sind lediglich in den vom Kulmplattenkalk beeinflußten Teilbereichen nördlich des Seufzertals anzutreffen. Vornehmlich an einigen flach ausstreichenden Unterhängen zeigen die Böden geringe bis mäßige Staunässeerscheiungen. Abgesehen von dem im nordwestlichen Teilkomplex liegenden Gehöft Capune sowie dem Jugenwaldheim Obereimer, liegen keinerlei Siedlungen innerhalb des Gebietes. Die Bestockung besteht überwiegend aus Laubholz- und Laub-Nadelholz-Mischbeständen. Besonders hervorzuheben sind großflächige Buchenaltholzbestände (100 - 150 Jahre) mit geringen Beimischungen von Edellaubhölzern, Eichen, Lärchen oder Fichten. Durch eine naturnahe Bewirtschaftung entstehen zunehmend kleinflächig altersheterogene Bestände mit Totholzanteilen. Auf den zu Staunässe neigenden Böden sind verbreitet Eichenalthölzer mit dichtem Buchen-Unterstand (Schaftpflege) zu finden. In Abhängigkeit von den Bodenverhältnissen wechseln naturnahe Hainsimsen-Buchenwälder und Waldmeister-Buchenwälder miteinander ab, wobei erstere eindeutig überwiegen. In den eingesprengten Nadelholzbeständen (Fi, Ki, ELä) wurde auf Teilflächen bereits mit dem Laubholz-Voranbau (Buche) begonnen. Entlang der Siepen ziehen sich, soweit es die Geländemorphologie erlaubt, typische bachbegleitende Erlenwälder. In den etwas breiteren Sohlentälern sind die Erlenwälder vielfach durch Feuchtbrachen und Feuchtweiden ersetzt worden.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das Gebiet repräsentiert in typischer Weise die verschiedenen Ausprägungen des Hainsimsen-Buchenwaldes in den niedrigeren Höhenlagen des Sauerlandes sowie dessen Übergänge zum weitgehend verschwundenen Stieleichen-Hainbuchen-Wald der Ruhraue. Ferner beinhaltet es erhebliche Flächenanteile des im Naturraum ansonsten vornehmlich in größeren Höhenlagen anzutreffenden Waldmeister-Buchenwaldes. Besonders hervorzuheben sind die naturnahen Strukturen der Altholzbestände und die günstigen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der jüngeren Altersstadien. In die Waldbestände eingebettet sind naturnahe Quellbereiche und Fließgewässerabschnitte. Wo letztere durch Verrohrungen (Durchlässe unter Forstwegen) oder im Hauptschluß betriebene Feuerlöschteiche unterbrochen sind, bestehen gute Voraussetzungen den Fließgewässerzusammenhang wiederherzustellen.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Unbedingt zu erhalten ist der geringe Zerschneidungsgrad des Gebietes. Vorrangiges Entwicklungsziel ist die Erhaltung und Verbesserung der kleinflächigen Strukturdiversität der Waldbestände (Altersstruktur, standortheimische Mischbaumarten, Totholzanteile) im Wege der naturnahen Waldwirtschaft. In Mischbeständen mit gesellschaftsfremden Baumarten sollte deren Anteil auf deutlich unter 30 % gesenkt werden. Besonderes Augenmerk ist auf die Wiederherstellung des Fließgewässerzusammenhanges zu legen.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: