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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4514-401

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

VSG Moehnesee

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

1188 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Soest

Kurzcharakterisierung:

Die Möhnetalsperre ist eine besonders alte Talsperre (über 80 Jahre alt), die im Übergangsbereich zwischen der offenen westfälischen Bucht und dem waldreichen Sauerland am Rand des Arnsberger Waldes liegt und eine internationale Bedeutung für durchziehende und winterrastende Wasservögel erlangt hat. Entlang des südlichen Armes der Talsperre haben sich schmale Röhrichte oder Uferhochstaudenfluren, stellenweise auch Ufergehölze ausgebildet und bei Niedrigwasser erscheinen seltene Teichschlamm-Pionierpflanzengesellschaften. Sowohl die Heve als auch die Kleine Schmalenau sind völlig unverbaute Fliessgewässer und weisen neben dem mäandrierenden Lauf Steilufer, Kiesbänke, Schlammbänke und Flachufer auf. Die Täler werden überwiegend von naturnahen Eichenmischwäldern und Eichenbeständen im Starkholzalter bestanden.

Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach Vogelschutzrichtlinie:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das Vogelschutzgebiet "Möhnesee" muss im Süderbergland als wichtigstes Rast-, Durchzugs- und Überwinterungsgewässer für Wasservögel gesehen werden und gilt daher international als bedeutend. Insbesondere der naturnah entwickelte und geschützte Hevearm des Stausees bietet ruhig gelegene, grosse Wasserflächen, u.a. für die bis zu 20.000 im Winter hier rastenden Wasservögel. Für das bestehende Vogelschutzgebiet sind die Rast und Überwinterungsbestände (Top 5) von Singschwan, Gänsesäger, Schellente und Tafelente von besonderer Bedeutung. Teile mit besonderer Biotopqualität (z.B. Kleine Schmalenau) sind als FFH-Gebiet vorgesehen.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Ausserhalb der bestehenden Schutzgebiet müssen Störungen durch Freizeitnutzungen (z.B. Angeln, Surfen, Segeln, Boorfahren) dringend vermieden werden. Daher ist eine Ausweitung der Ruhezonen im Winterhalbjahr notwendig. Die Entwicklung von Bruthabitatstrukturen ist durch den Talsperrenbetrieb nur bedingt möglich. Die Lebensraumbedingungen der waldbewohnenden Arten verbessern sich im angrenzenden Waldreservat Arnsberger Wald durch die verstärkte Anwendung des naturnahen Waldbaues.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: