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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-4517-305

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Bergwerk Thuelen

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

1 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hochsauerlandkreis

Kurzcharakterisierung:

Auf der Briloner Hochfläche im Nordosten des Hochsauerlandkreises gelegenes aufgelassenes Bergwerk, in dem bis etwa 1982 Kalkspat auf 6 Sohlen abgebaut wurde. Die maximale Tiefe des Förderschachtes betrug 63 m, und die Strecken sind bis zu 140 m lang. Die Schachtanlage des Bergwerks wurde Ende der '80er Jahre verfüllt, zwei Schrägstollen stellen heute noch die Verbindung zwischen der Außenwelt und den unterirdischen Bereichen mit großen Abbauhohlräumen (ca. 5 m breit und 6 m hoch) sicher. Die beiden z.T. vergitterten Stollenmundlöcher liegen auf dem Grund bzw. am Rande einer trichterförmigen Vertiefung in dem stillgelegten Bergwerksgelände. Dieses wurde als Bodendeponie genutzt und ist daher heute weitestgehend verfüllt und von Pioniergehölzen, Fichtenbeständen und Grünland bedeckt.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Der Stollen wird seit Jahren von Fledermäusen als Winterquartier genutzt. Mit weit über 100 registrierten Tieren in wenigstens 7 Arten gehört das Bergwerk Thülen zu den landesweit bedeutsamen Fledermauswinterquartieren. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen von Großem Mausohr, Teichfledermaus und Bechsteinfledermaus. Eine Besonderheit stellt auch die sehr hohe Anzahl der hier überwinternden Bartfledermäuse dar. Das Bergwerk wird wohl auch im Sommer von Fledermäusen genutzt.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorrangige Maßnahmen sind der Erhalt des Bergwerks und der in ihm herrschenden mikroklimatischen Verhältnisse sowie der Schutz der Fledermäuse vor möglichen Störungen. Insbesondere sollte eine weitere Verfüllung vermieden werden. Die Stollenmundlöcher sowie der Fledermausbestand sind regelmäßig zu kontrollieren. Bei Vegetationsüberwucherungen sind die Mundlöcher freizustellen. Das Bergwerk Thülen ist ein sehr bedeutsamer Baustein im verbindenden Netzwerk der Fledermauswinterquartiere des nördlichen Sauerlandes. Es bildet insbesondere zusammen mit den Höhlen und Stollen im Ruhrtal bei Bestwig und Olsberg, den Höhlen am Kirchloh, der Rösenbecker Höhle sowie den Stollen und Höhlen im Hoppecketal einen zentralen landesweit bedeutsamen Schwerpunkt zum Schutz von unterirdischen Fledermauswinterquartieren unweit der Schwelle vom Tiefland zum Mittelgebirge.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: