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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-4518-303

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Buchenwaelder und Schutthalden an der "Weissen Frau"

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

151 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hochsauerlandkreis

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet im Westen des Sauerlandes nahe der hessischen Grenze zwischen Brilon und Marsberg umfasst großflächige Laubwälder unterschiedlicher Standorte. Charackteristisch sind die steilen Talhänge des Hoppecketals mit ihren teils imposanten Felskomplexen und Blockschutthalden. Zum Teil handelt es sich um durchgewachsene Niederwälder, deren nunmehr starke, mehrstämmige Bäume vor allem auf flachgründigen Hangpartien Krüppelwuchs zeigen. Das Gebiet ist durch wechselnde geologische Substrate geprägt. Der größere Teil der Buchenwälder ist als basenreicher Waldmeister-Buchenwald ausgebildet. Daneben finden sich auf sauren Standorten Hainsimsen-Buchenwälder, teils mit Blaubeere und Drahtschmiele. Diabas und Massenkalk treten insbesondere an der Kuppe der "Weißen Frau" und an den Oberhängen der "Burg" in Form von stark zerklüfteten Klippen und Blockhalden mit einer artenreichen Moos- und Gefäßpflanzen-Vegetation zutage. Der aufgelassene Steinbruch "Am dicken Stein" zeichnet sich durch wertvolle Sukzessionsstadien aus und hat landesweite Bedeutung für die Avifauna. Ehemalige Bergwerkstollen haben Bedeutung als Winterquartier für Fledermäuse.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das großflächige Waldgebiet weist aufgrund seiner wechselnden geologisch-edaphischen Standortbedingungen eine Fülle verschiedener naturnaher Waldtypen auf. Hervorzuheben ist das Vorkommen seltener und gefährdeter Waldgesellschaften (Orchideen-Buchenwald, Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwald, edlellaubholzreiche Hangschuttwälder). Die natürlichen Felsklippen und Blockschutthalden erhöhen noch den Strukturreichtum und sind Wuchsort einer besonders artenreichen Kryptogamenvegetation mit zahlreichen seltenen Arten. Die Flächengröße und die vielfältige Ausstattung mit den verschiedenen Waldgesellschaften machen das Gebiet zu einem herausragenden Repräsentanten des Naturraumes. Zudem ist es mit den verschiedenen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten (Feld-Enzian, Uhu, Wanderfalke) von überegionaler Bedeutung.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Die Laubwaldkomplexe auf den Talhängen des Hoppecketals stehen im Kontext zu weiteren sich anschließenden Waldgebieten beidseitig der Hoppecke und sind daher ein wichtiger Bestandteil eines landesweiten Biotopverbundes naturnaher Waldbestände. Die Erhaltung und Förderung der strukturell vielfaltigen Laubwaldbereiche sind durch einen naturnahen Waldbau sicherzustellen. Insbesondere die wertvollen Orchideen-Buchenwälder, Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwälder und edlellaubholzreiche Hangschuttwälder sowie die damit meist räumlich eng verbundenen Felskomplexe sind durch die Einstellung der Bewirtschatung besonders zu schützen.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: