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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-4518-304

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Roesenbecker Hoehle

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

3 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hochsauerlandkreis

Kurzcharakterisierung:

Westlich von Rösenbeck liegen auf der Briloner Hochfläche im Massenkalk des oberen Mitteldevon die beiden Höhlen "Rösenbecker Höhle" und "Ziegentempel". Es handelt sich um eine Großhöhle von 1350 m Länge mit langen Gängen und geräumigen Hallen sowie um eine Spaltenhöhle. Die Höhleneingänge befinden sich am Süd- und Nordrand eines feldgehölzartigen, mit Felsklippen durchsetzten Waldmeister-Buchenwaldes. Südöstlich des Wäldchens liegt ein Schwalgloch. Das Umfeld wird überwiegend von intensiv genutztem Grünland eingenommen.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Geowissenschaftlich bedeutende, gut erhaltene Höhlen im Naturraum Bergisches Land/Sauerland. Subfossile Knochenfunde belegen ihre traditionelle Nutzung durch Fledermäuse. Die Rösenbecker Höhle zählt zu den bedeutenden und seit langem regelmäßig genutzten Fledermauswinterquartieren im Sauerland. Bis Anfang der 80er Jahre (seither keine neueren Kontrollen bekannt) wurden 7 Arten nachgewiesen, u.a. Teichfledermaus, Fransenfledermaus und Kleine Bartfledermaus. Das aktuelle Artenspektrum ist nicht bekannt.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorrangige Maßnahmen sind der Erhalt der z.T. bereits als Naturdenkmal (ND) ausgewiesenen Höhlen und ihrer Umgebung. Die Großhöhle ist dauerhaft vor touristischer Nutzung zu sichern und der Schutz der Fledermäuse vor möglichen Störungen weiterhin zu gewährleisten, ihr Eingang ist durch eine tiergerechte Vergitterung zu optimieren und regelmäßig zu kontrollieren. Der wertvolle Waldbereich ist durch naturnahe Waldbewirtschaftung zu erhalten. Die Höhle ist ein sehr bedeutsamer Baustein im verbindenden Netzwerk der Höhlen und Fledermauswinterquartiere des nördlichen Sauerlandes. Sie bildet insbesondere zusammen mit den Höhlen und Stollen im Ruhrtal bei Bestwig und Olsberg, dem Bergwerk Thülen sowie den Stollen und Höhlen im Hoppecketal einen zentralen landesweit bedeutsamen Schwerpunkt zum Schutz von unterirdischen Fledermauswinterquartieren unweit der Schwelle vom Tiefland zum Mittelgebirge.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: