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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4702-301

Gebietsname:

Elmpter Schwalmbruch

Gesetzlicher Schutz:

Gebietstyp: B = FFH-Gebiet (GGB)

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

286 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Viersen

Kurzcharakterisierung:

Das Elmpter Schwalmbruch ist ein großflächiger Niederungsbereich am Unterlauf der Schwalm. Es wird geprägt durch ausgedehnte Moorwald- und Heidemoorflächen mit vielfältigen Still- und Fließgewässerstrukturen. Die Umgebung wird von Eichen-Birkenwald und Kiefern-Fichtenforsten bestimmt. Kleinere Fischteichanlagen und größere Abgrabungsseen bereichern die Lebensraumvielfalt.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Zusätzlich wird das Gebiet durch Vorkommen von landesweit gefährdeten Biotoptypen wie dem Erlenbruchwald, Wacholderbeständen und Heiden sowie durch Bestände von in NRW vom Aussterben bedrohten Pflanzengesellschaften (Gesellschaft des Zwerg-Igelkolbens, Uferseggenried) und Pflanzen wie dem Weich-Stendel oder dem Zierlichen Wollgras ausgezeichnet.
Aufgrund der landesweit einzigartigen Bestände verschiedener, darunter auch prioritärer FFH-Lebensräume in diesem naturraumtypischen Bruchgebiet, ist das Elmpter Schwalmbruch von bundesweiter Bedeutung für den Naturschutz. Vor allem die großflächigen Birkenmoorwälder und Heidemoorbereiche u.a. mit ausgedehnten Gagelgebüschen in hervorragendem Erhaltungszustand bedingen die außergewöhnliche Schutzwürdigkeit. Auch größere Bestände von Senken mit Torfmoorsubstraten mit typischem Arteninventar der spezialisierten Moorvegetation sind dabei zu nennen. Neben dem Kammmolch als FFH-Art beherbergt das Bruchgebiet auch zahlreiche Arten der Vogelschutzrichtlinie wie z.B. eine größere Population des Blaukehlchens und mehrere Brutpaare des Eisvogels und des Pirols. Hinzu kommt die größte bekannte Population der Bauchigen Windelschnecke in NRW.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Primäres Entwicklungsziel ist die Erhaltung und Optimierung der Moorbereiche sowie der naturnahen Fließgewässer mit ihren Uferzonen. Durch die gezielte Lenkung des Besucherverkehrs sollen die Lebensräume geschützt, die Erholungsfunktion dieses Bruchgebietes aber gleichzeitig berücksichtigt werden. Übergeordnet ist der Schutz vor eutrophierenden Einflüssen sowie die Erhaltung der vegetationstypischen Grundwasserstände. Durch die besonders großen und gut ausgebildeten sowie besonders seltenen Lebensräume ist das Elmpter Schwalmbruch im Verbund mit den benachbarten Kerngebieten des Vogelschutzgebietes Schwalm-Nette-Platten ein bundesweit bedeutsamer Trittstein im internationalen Biotopverbund im Grenzbereich zu den Niederlanden.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Maßnahmenkonzept (MAKO):