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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-4710-302

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Halver Huelloch

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

0 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Maerkischer Kreis

Kurzcharakterisierung:

Die Höhle liegt im Nordwestteil des Naturraums Bergisches Land / Sauerland. Es handelt sich um eine Großhöhle (655 m Ganglänge) mit bereichsweise beachtlichem Tropfsteinschmuck und Höhlengewässern. Die Höhle ist in einer Kalklinse des unteren Mitteldevons (untere Honseler Schichten, Givet) entstanden. Es sind deutliche Spuren von Bergbau vorhanden (Eisenerz), neben natürlichen finden sich auch bergmännisch angegte bzw. erweiterte Hohlräume mit zahlreichen Bohrpfeifen. In den oberen Hauptgängen ist zeitweilig Tropfwasser, in der untersten Höhlenetage sind Grundwassergerinne vorhanden. Der verbaute Eingang des Halver Hülloch befindet sich in einem mit altem Kalk-Buchenwald eingewachsenen Steinbruch nordwestlich von Halver. Der Steinbruch ist Teil eines großen Pingenfeldes (alte Bergbauaktivitäten) und liegt in einem kleineren Waldbestand (vorwiegend Buchen).

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Es handelt sich aus faunistischer Sicht um eine der bedeutendsten Höhlen des Naturraums. Sie ist Lebensraum mehrerer spezialisierter grundwasser- und höhlenbewohnender Arten. U.a. wurde hier der in Westfalen seltene Strudelwurm Krumbachia subterranea nachgewiesen, ferner der Krebs Antrobathynella stammeri sowie der Flohkrebs Niphargus schellenbergi. Das Halver Hülloch ist außerdem seit langem als bedeutsames Fledermauswinterquartier bekannt. Besonders hervorzuheben ist das Vorkommen des Grossen Mausohrs.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorrangige Maßnahmen sind der Erhalt der Höhle, ihrer Fauna und ihres naturnahen Umfelds (Buchenwald), der tiergerechte Umbau des Höhleneingangs sowie der Schutz der Fledermäuse vor möglichen Störungen. Die Höhle ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Dauerhafte Sicherung der Höhle gegenüber touristischer Nutzung. Es handelt sich bei dieser Höhle um einen regional sehr bedeutsamen Knotenpunkt im verbindenden Netzwerk der Höhlen Westfalens.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: