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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4716-302

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Schluchtwaelder bei Elpe

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

89 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hochsauerlandkreis

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet unfasst einen Komplex aus Buchenbeständen, Schatthangwäldern, naturnahen Bachoberläufen und Übergangsmooren in z.T. steiler Hanglage. Die mittlere der vier Teilflächen wird durch großflächige Buchenbestände aus starkem Baumholz geprägt, an denen sich in Bachnähe ein Schatthangwald anschließt. Die das Gebiet von Osten nach Westen durchfließenden Bachläufe weisen alle Strukturelemente naturnaher Bachoberläufe im Mittelgebirge auf. In den südlichen Teilflächen dominiert ebenfalls die Buche. Im Bereich von steilen Hangpartien haben sich auch hier bergahorn- und eschenreiche Schluchtwälder ausgebildet, die von Quellbächen durchzogen werden. Von herausragender landschaftlicher Schönheit ist das Naturschutzgebiet "Plästerlegge"; der nördlichste Gebietsteil. Hier stürzt ein Bach ca. 20 m als Wasserfall einen steilen Felsvorsprung hinab und fließt in einem schluchtartigen Tal abwärts. Im Tal ist ein ausgesprochen gut erhaltener Schluchtwald ausgebildet.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die außerordentlich strukturreichen Buchenwälder und Schatthangwälder sind in ihrem Erhaltungszustand und Artenkombination beispielhaft für Waldgesellschaften dieser Typen im Naturraum Rothaargebirge. Das NSG "Plästerlegge" bildet für NRW einen einzigartigen Biotopkomplex aus Bachlauf, Schluchtwald, Wasserfall und Felsen. Im Gischtbereich des Wasserfalls wachsen Moose und Flechten von überregionaler Bedeutung.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Aufgrund des hervorragenden Erhaltungszustandes stellt der Waldkomplex bei Elpe einen wichtigen Refugialraum für Arten naturnaher Laubwaldbestände dar. Primäres Entwicklungsziel für dieses Gebiet ist die Erhaltung der strukturellen Vielfalt durch eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Ebenso ist der funktionale Verbund der Bestände mit benachbarten Laubwaldgesellschaften anzustreben, um eine landesweite Biotopvernetzung sicherzustellen. Für empfindliche Bereiche (Wasserfall) sind besucherlenkende Maßnahmen notwendig.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: