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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4817-305

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Liesetal-Hilmesberg

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

100 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Hochsauerlandkreis

Kurzcharakterisierung:

Nördlich von Hallenberg-Liese dringt das tiefe, offene, grünlandwirtschaftlich genutzte Kerbsohlental der Liese über 4 km weit in den geschlossen bewaldeten Ostabfall des Rothaargebirges vor. Der Talboden steigt dabei von ca. 450 m ü. NN auf über 600 m an. Östlich des Liesetales erhebt sich der 634 m hohe Hilmesberg mit seiner steil ins Tal abfallenden bewaldeten westlichen Talflanke. Der Hilmesberg bildet eine rundliche Randhöhe des Rothaargebirges in der Verzahnungszone zur östlich und südlich anschließenden Medebacher Bucht. Beidseitig des naturnahen, von Ufergehölzen gesäumten Liesebaches liegen überwiegend frische Mähwiesen und Feucht- und Nasswiesen montaner Ausprägung, ergänzt durch Weißkleeweiden im unteren und magere Rotschwingelweiden im oberen Talraum. Auf dem Rücken des Hilmesberges ist eine große, vitale Bergheide erhalten geblieben. Angrenzende kleinere Buchenwaldinseln inmitten junger Fichtenaufforstungen wurden früher als Niederwälder genutzt und weisen heute noch die für diese historische Waldnutzung typische mehrtriebige Wuchsform auf. Die nördlich angrenzenden mageren Weideflächen sind z.T. stärker verginstert.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das Liesetal ist ein landschaftsästhetisch äußerst reizvolles Mittelgebirgstal. Seine Talrandwege erlauben -ausgehend von dem beliebten Erholungsort Liese- kurze bis mittlere Spaziergänge, ungestört von Verkehrsbelastungen.
Das Liesetal ist ein intaktes Mittelgebirgstal mit einem hohen Flächenanteil gefährdeter und stark gefährdeter Grünland-Biotoptypen: Magerweiden, montane Wiesen (Gold- und Glatthaferwiesen) und Feucht- und Nassgrünland sind flächig vorherrschend. Gleichzeitig fällt das annähernd gänzliche Fehlen störender Nutzungen (Verkehr, Siedlung, Aufforstungen, Fischteiche) positiv auf. Die vielfältige Naturausstattung und das weitgehende Fehlen irreparabler Störungen machen das Liesetal überregional bedeutsam. Die Hochheide auf dem Hilmesberg ist neben der Bergheide auf dem Jürgensköpken bei Wissinghausen die letzte, noch vitale größere Zwergstrauchheide des Naturraumes der Medebacher Bucht.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Vorranges Entwicklungsziel ist im Liesetal die Erhaltung und ökologische Entwicklung artenreicher, montaner Grünland-Lebensräume. Zur Erhaltung und Pflege der Bergheide auf dem Hilmesberg ist eine gelegentliche Schafbeweidung vordringlich. Zurückgedrängt werden sollten die unmittelbar angrenzenden dichten Fichten-Aufforstungen. Die verbindenden Buchenwälder zwischen Hilmesberg und Liesetal sollten naturnah bewirtschaftet werden, auf eine straffe Hochwaldwirtschaft der kleinflächigen Buchen-Niederwaldparzellen sollte verzichtet werden. Die Niederwaldrelikte, Bergheide und Magerweiden des Hilmesberges und die differenzierten Grünlandbiotope des Liesetales bilden gemeinsam einen vielfältigen Kulturlandschaftskomplex zwischen der offenen Medebacher Bucht und dem Waldland der Winterberger Hochfläche. Dabei stellt insbesondere das schmale Grünlandtal der Liese einen markanten Kontrast dar zum umgebenden großflächigen Wald.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: