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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-4912-303

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Gleyer

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

23 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Maerkischer Kreis

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet liegt nordöstlich von Hardenberg, meist südexponiert in einer Höhenlage von ca. 380-458 m ü. NN; den Untergrund bilden mitteldevonische Grauwacken und Schiefer, die einen nährstoff- und basenarmen Verwitterungsboden tragen. Das FFH-Gebiet beinhaltet im höhergelegenen, nordwestlichen Bereich die Überrreste einer ehemals größeren, nahezu den gesamten Gleyer überziehenden Wacholder-Bergheide mit kleinflächiger Calluna-Heide und heidemoorartigem Feuchtbereich. Randlich grenzen lockere Birken (Karpatenbirken)- , Eichen-Birkenwälder und z.T. birkenbruchartige Bestände an. Im Südosten schließt als Talanfang ein Grünlandkomplex mit Quellbereichen und mehreren kleinen Tümpeln an, dessen Zentrum von einer wertvollen Naßweide mit zahlreichen gefährdeten Arten gebildet wird. Diese Fläche wird von mehreren z.T. gehölzbesäumten naturnahen Gräben durchzogen, die sich hangabwärts vereinen und außerhalb des Gebietes über die Holbecke in die Lister münden.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die Wacholder-Bergheiden und die Calluna-Heide im Gebiet sind gut entwickelt und als kulturhistorische und ökologische Reliktstandorte von hoher Repäsentanz für den Natur- und Kulturraum. Neben den FFH-Lebensräumen wird das Gebiet durch wertvolle und z.T. gefährdete Biotoptypen, wie Nassweide, Quellbereiche, naturnahe Fließgewässer und kleine Teiche bereichert, die einer großen Anzahl Rote Liste-Arten, wie z.B. Arnika, Orchideen, Eisenhutblättriger Hahnenfuß Lebensraum bieten.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Erhalt und Optimierung von seltener Wacholder-Bergheide und Calluna-Heide als kulturhistorisches Relikt einer ehemaligen landschaftstypischen Beweidungsform und Lebensraum zahlreicher, z.T. gefährdeter Tierarten durch z.B. Verhindern der Verbuschung, Gewährleistung der Heideverjüngung und evtl. Erweiterung der Heideflächen; Erhalt einer stark gefährdeten Nassweide in hervorragender Ausprägung mit Orchideen und Arnika-Vorkommen durch z.B. Beibehaltung einer extensiven Beweidung und Sicherung der Wasserstände. Im Rahmen des Biotopverbundes Bergheide-Ökosystem des Sauerlandes hat der Gleyer eine Funktion als Trittsteinbiotop.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: