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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-4916-301

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Eder zwischen Erndtebrueck und Beddelhausen

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

133 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Siegen-Wittgenstein

Kurzcharakterisierung:

Das Tal der Eder bei Erndtebrück liegt an der südöstlichen Abdachung des Rothaarkamms. Die Eder durchfließt mit weiten Mäanderbögen zwischen Erndtebrück und Beddelhausen ein flaches, von Bergen gesäumtes Sohlental. Der Fluß hat ein bis zu 25 m breites, überwiegend naturnah ausgebildetes Bett, in dem sich Kiesbänke, Kolke, Uferabbrüche, anstehende Felsbänder, Steilwände und Stromschnellen befinden. An einigen Stellen haben sich an den Prallhängen unterschiedlich große Felsen oder Felsköpfchen ausgebildet , die zum Teil von kleinflächigen, sekundären, wärmeliebenden Eichenmischwäldern ehemaliger Niederwaldnutzung bestockt sind. Bemerkenswert ist der nahezu durchgängige und gut bis sehr gut ausgebildete Uferhochstaudensaum, welcher das Flußbett in weiten Bereichen beidseitig säumt. Südöstlichlich der Ortschaft Röspe bildete sich durch den Zufluß der Röspe ein geweitetes Tal. Hier befindet sich auf der östlichen Talhälfte eine gut ausgebildete Flutmulde der Eder, welche in weiten Bereichen in extensiv bewirtschaftetes Feuchtgrünland eingebettet liegt. Die von Westen zufließende Röspe besitzt ein naturnahes Bachbett, dessen Sohle überwiegend kiesig ist und eine natürliche Substratvielfalt bietet. Prall- und Gleithaenge finden sich ebenso wie Kolke, Abbruchkanten und Unterstände. Im weiteren Flußverlauf hat die Eder an der Haushelle bei "Haus Steinchen" im Norden einer sehr engen Mäanderschleife ein ehemaliges Bergsturzgebiet mit anstehenden Felsen und Felsköpfen sowie sehr schönen Schluchtwäldern auf bewegtem Hangschutt durch ihre erodierende Kraft ausgebildet. Weiter östlich befindet sich südlich von Neuwiese eine weitere, kleine Flutmulde der Eder, welche vermutlich aus einem alten Flußbett hervorgegangen ist und bei Hochwasser durchströmt wird. Diese führt temporär stehendes Wasser. Südlich davon erstreckt sich ein nordexponierter, steiler Hang, welcher von sehr gut ausgebildetem Magergrünland bewachsen wird. Hier befinden sich auch artenreiche Borstgrasrasen mit Arnika-Beständen. Nördlich von Beddelhausen findet sich reich strukturiertes, hochstaudenreiches Feuchtgrünland mit Brutvorkommen des Braunkehlchens. Das Gebiet endet südöstlich von Beddelhausen an der hessischen Grenze.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die Eder hat ein auf nahezu 40 Flußkilometer durchgängig und naturnah ausgebildetes Flußbett, welches von feuchten Hochstaudensäumen begleitet wird. Das Gebiet hat eine zentrale Bedeutung für den Erhalt, den Schutz und die Entwicklung dieses Lebensraumes im Süderbergland. Durch seine reichen Fischvorkommen, darunter auch große Populationen der Groppe sowie des Bachneunauges, und seiner Unterwasservegetation besitzt das Gebiet nicht nur innerhalb von Nordrhein-Westfalen, sondern auch darüberhinaus eine überragende Bedeutung, zumal es sich jenseits der hessischen Grenze weiter fortsetzt.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Der Flußlauf der Eder ist in seiner Wasserqualität, naturnahen Struktur und Durchgängigkeit für wandernde Tierarten zu erhalten und zu verbessern. Die durch die Fließgewässerdynamik entstehenden Strukturveränderungen, z.B. Verbreiterung des Flußbetts und Inselbildungen, Auskolkungen und Uferabbrüche sind nach Möglichkeit zu tolerieren. Über die Erhaltung des Flußlaufes hinaus ist auch eine naturnahe Entwicklung der gesamten Aue wünschenswert. Im Schluchtwald an der Haushelle sollte die bodenständige Laubholzbestockung gefördert werden.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus 2 Karten:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Kartenanlage 2 zum Standarddatenbogen: