Titel:

Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


Logo:

Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5207-301

Gebietsname:

Waldville

Gesetzlicher Schutz:

Gebietstyp: B = FFH-Gebiet (GGB)

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

1129 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Rhein-Sieg-Kreis

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet befindet sich im Bereich der Ville zwischen den Ortschaften Heimerzheim und Lieftelberg. Etwa ein Drittel des Gebietes wird von naturnahen Eichen-Hainbuchenwäldern eingenommen. Besondere Schwerpunkte dieses Waldtyps befinden sich östlich von Heimerzheim, bei Buschhoven und westlich von Witterschlick. Im gesamten Gebiet kommen, teils auch auf größeren Flächen, Fichten- und Kiefernwälder vor. Die Kiefernwälder verfügen dabei meist über einen erheblichen Laubholz-Anteil. Bestände mit fremdländischen Baumarten (Douglasie und Roteiche) kommen nur sehr untergeordnet vor. Im Bereich ehemaliger Fichtenstandorte werden in größerem Umfang Stieleichenbestände angepflanzt. Das Gebiet wird darüber hinaus in besonderem Maße von naturnahen Stillgewässern mit typischer Artenzusammensetzung geprägt, die teils natürlichen Ursprungs sind, zum Teil auch in jüngerer Zeit angelegt wurden. Einige Maare weisen Grauweidengebüsche sowie Seggen- und Binsenrieder auf.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Bei der Fläche handelt es sich um ein landesweit herausragendes, großflächig zusammenhängendes Hauptvorkommen der Eichen-Hainbuchenwälder. Die Bestände verfügen über eine hohe strukturelle Vielfalt und sind Lebensraum vor allem für verschiedene gefährdete Vogelarten (z.B. Schwarz-, Mittel- und Grauspecht). Das Gebiet wird darüber hinaus von mehreren sehr naturnah ausgeprägten Stillgewässern geprägt. Weitere Feucht-Lebensräume sind verschiedene Ried- und Röhrichtkomplexe.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Bewahrung des günstigen Erhaltungszustandes der naturnahen, großflächig zusammenhängenden Laubwälder im Rahmen eines naturnahen Waldbaus. Förderung der strukturellen Vielfalt durch kleinflächige oder einzelbaumweise Nutzungen. Umbau vorhandener nicht standortgerechter Nadelholzbestände in bodenständige Laubwälder. Erhaltung der naturnahen Stillgewässer. Das Gebiet fügt sich in den großflächigen Wald-Biotopverbund der Ville ein und bildet hiervon einen unverzichtbaren Bestandteil. Trotz der Nähe zum Ballungsraum läßt dieser Biotopverbund großflächige Wanderungsbewegungen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen:

Maßnahmenkonzept (MAKO):