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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-5214-306

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Weier- und Winterbach

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

221 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Siegen-Wittgenstein

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet mit Bergmischwäldern, ehemaligen Hutungen und Wiesentälern liegt im äußersten Süden des Kreises Siegen-Wittgenstein und gehört zum Naturraum Hoher Westerwald. Es wird von den unverbauten und naturnahen Weier- und Winterbach durchflossen. Die Bachbetten sind von Moosen überzogenen, großen Basaltblöcken übersät. In den teilweise steil eingeschnittenen Bachkerben stocken sickerfeuchte, krautreiche Bergahorn-Eschenwälder und Hainmieren-Erlenwälder, lokal sind auch feuchte Hochstaudenfluren ausgeprägt. An den mäßig geneigten, blockschuttreichen Talhängen stocken ebenfalls Bergahorn-Eschenwälder. Sie werden mosaikartig von quelligen Hainmieren-Erlenwäldern abgelöst. Es handelt sich um durchgewachsene, ehemalige Niederwälder. Lokal ist das Mischungsverhältnis der Baumarten wirtschaftsbedingt zugunsten der Schwarzerle verschoben. An den Talhängen wachsen extensiv genutzte bzw. gepflegte Magerwiesen, die von Gebüschen und Wacholder durchsetzt als Hutungen anzusprechen sind. Die Talsohlen werden von extensiv genutzten Wiesen und Weiden eingenommen.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die Blockschutt- und Schatthangwälder sind großflächig ausgebildet und in sehr gutem Zustand. Totholzreiche, aus Niederwaldnutzung hervorgegangene Ahorn-Bergmischwälder stocken in enger Verzahnung mit quelligen - sickernassen Hainmieren-Erlenwäldern. Durch Niederwaldnutzung bedingt, ist die Bestockung auf Teilflächen einseitig von Schwarzerle dominiert. Die basenreichen, blockschuttübersäten Böden bringen eine außerordentlich arten- und geophytenreiche Krautflora hervor, wie sie typisch für Basalt-Standorte der höheren Mittelgebirgslagen ist. Die Bäche weisen eine gut entwickelte Wassermoosflora auf und sind von naturnahen Erlen-Galeriewäldern gesäumt. Die extensiv genutzten Wiesen und Weiden sind - abhängig von Vertragsnaturschutz und Nutzungskontinuität - in gutem bis sehr gutem Zustand.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Hauptentwicklungsziel ist die möglichst ungestörte natürliche Entwicklung der z.T. quelligen edellaubholzreichen Bergmischwälder und Hangschuttwälder, der Bachläufe und der bachbegleitenden Erlenwälder. Die Bachkerben und Bergmischwälder sind wichtiger Kern-Lebensraum des Haselhuhns. Bei der künftigen Waldbehandlung ist darauf Rücksicht zu nehmen. Die Grünlandflächen sind möglichst in extensiver Grünland-Nutzung zu halten.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: