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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5214-309

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Buchheller-Quellgebiet

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

203 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Siegen-Wittgenstein

Kurzcharakterisierung:

Das Buchhellerquellgebiet ist eine von Grünland dominierte Offenlandschaft auf der Hochfläche des hohen Westerwaldes. Im Westen und Süden des Gebietes wird es von extensiv beweideten, großflächig artenreich ausgebildeten Borstgrasrasen geprägt. Um die Quellbereiche der Quellarme der Buchheller sind, der Geländemorphologie folgend, Feuchtweiden, feuchte Borstgrasrasen, Pfeifengraswiesen und Kleinseggenriede mit Flachmoorvegetation ausgebildet. Dieser Bereich ist Teil der ehemaligen Gemeindeviehweide von Lippe. Landschaftsprägend sind die teilweise bestockten Lesesteinhaufen aus großen Basaltblöcken. Der östliche Teil des Gebietes wird durch artenreiche, extensiv genutzte, sehr blumenbunte Berg-Mähwiesen geprägt.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die Borstgrasrasen und Torfbinsenrasen sind mit ihrer flächenmäßig großen Ausdehnung, standörtlichen Vielfalt und ihrem reichen Arteninventar von hervorragender Repräsentativität für den Naturraum Westerwald sowie für das gesamte Rheinische Schiefergebirge. Aus der auch heute noch stattfindenden extensiven Beweidung resultiert der gute Erhaltungszustand dieses Lebensraumtyps. Die blumenbunten, artenreichen Berg-Mähwiesen sind für den Hohen Westerwald absolut repräsentativ ausgebildet. Auch hier bedingt die durch Vertragsnaturschutz erreichte historische Nutzung mit spätem Mahdtermin ihren sehr guten Erhaltungszustand.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Entwicklungsziel ist zum einen der Erhalt und die Optimierung der Borstgrasrasen unter Fortführung der extensiven Beweidung und ihre Ausdehung auf die mit Fichten aufgeforsteten Arrondierungsfläche. Die verbrachten Pfeifengraswiesen sind durch regelmäßige Pflegemahd zu erhalten. Die ein - zweischürige, extensive Wiesennutzung der Goldhaferwiesen sollte beibehalten werden. Die in der Vergangenheit vorgenommenen Entwässerungsmaßnahmen sind rückgängig zu machen, insbesondere im Bereich des Übergangsmoores. Das Buchhellerquellgebiet stellt einen national bedeutsamen Kernraum für Arten der Lebensgemeinschaft der Arten der Borstgrasrasen dar. Er dient als Ausbreitungszentrum für das Siegerland und den Westerwald. Zusammen mit den nahe gelegenen "Bergwiesen Lippe" sind auch die Berg-Mähwiesen des Buchheller-Quellgebietes Kernbereiche im landesweiten Biotopverbund.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: