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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5304-401

Gebietsname:

VSG Buntsandsteinfelsen im Rurtal

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

315 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Dueren

Kurzcharakterisierung:

Im Raum Nideggen hat sich die Rur über viele Kilometer hin tief ( bis ca. 90 m) in den anstehenden Buntsandstein eingeschnitten. Die stark zerklüfteten Felsen mit Kaminen, Felsspalten und -höhlen fallen z.T. senkrecht zur Rur ab. Heide sowie flechten- und moosreiche Pioniervegetation besiedeln die extrem mageren, trockenen Felsköpfe und Felsvorsprünge. An den steilen, oft blockschuttreichen Hängen stocken auf meist flachgründigen und armen Substraten vor allem Eichenwälder, seltener Hainsimsen-Buchenwald oder edellaubholzreiche Schlucht- und Hangwälder. Die felsigen Kuppen werden z.T. von bodensauren, wärmeliebenden Traubeneichen-Trockenwäldern und Weißmoos-Kiefernwäldern besetzt.

Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach Vogelschutzrichtlinie:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das durch die imposanten, rötlichen Buntsandsteinfelsen geprägte Vogelschutz- und FFH-Gebiet "Buntsandsteinfelsen im Rurtal´ ist von besonderer Bedeutung für den Uhu. Er findet in diesem felsigen Gebiet gute Brutmöglichkeiten. Diese Großeule besitzt hier ihr landesweites Schwerpunktvorkommen an Naturfelsen. Auch der Wanderfalke war bis Anfang der 1950er Jahre Brutvogel. In den letzten Jahren werden regelmäßig Wanderfalken in dem VSG/FFH-Gebiet beobachtet; eine Wiederbesiedlung ist möglich.Die steilen Hänge sind z.T. von Block-, Hangschutt- und Schluchtwäldern bewachsen, die hier die natürlichen Waldgesellschaften bilden und landesweit äußerst selten sind. Dieser Lebensraum wird zunehmend vom Mittelspecht besiedelt.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Primäres Ziel muss es sein, diese einzigartige Landschaft insbesondere durch die derzeitige Reglementierung des Klettersports in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Eine restriktivere Lenkung der Wanderer und Spaziergänger wäre zielunterstützend. Außerdem werden dadurch die trittempfindlichen Heiden und Pionierrasen der Felsen wirkungsvoll geschützt. Die natürlichen Waldbestände sollten forstlich nicht genutzt, lebensraumfremde Bestockung sollte zu naturnahem Laubwald umgebaut werden. Vor allem die Felsen und Steilhänge sind wichtige Vernetzungselemente im landesweit bedeutsamen Rurkorridor, der drei von sechs Großlandschaften Nordrhein-Westfalens verbindet.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: