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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5307-301

Gebietsname:

Laubwald suedlich Rheinbach

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

550 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Rhein-Sieg-Kreis

Kurzcharakterisierung:

Das Gebiet befindet sich südlich der Stadt Rheinbach. Es wird von naturnahen Gewässern durchschnitten. Der größte Teil wird von mittelalten bis alten Buchen- Eichenwäldern eingenommen. Kleinerflächig sind eichenreiche Waldmeister-Buchenwälder ausgebildet. Im Osten dominieren auf ärmeren Standorten Hainsimsen-Buchenwälder. In der Osthälfte stocken im Bereich der Gewässerläufe z. T. größerflächig Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder. Die Bäche selbst werden von Erlen-Eschen-Auwaldstreifen begleitet. An zwei Stellen, am Südrand des Gebietes und auf einer kleinen Basaltkuppe im Südosten, haben sich Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwälder entwickelt. Auf der Höhe von Merzbach stocken östlich des Schnellkesbaches auf steilem Talhang durchgewachsene Eichen-Hainbuchen-Niederwälder.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Das Gebiet ist wegen der großflächigen Ausbildung naturnaher Waldbestände überregional bedeutsam. Geländemorphologie, geologischer Untergrund und die das Gebiet durchschneidenden Gewässer bedingen eine vielfältige Vergesellschaftung verschiedener Waldtypen mit charakteristischer Artenausstattung. Die gut ausgeprägten Eichen-Hainbuchen-Wälder und die bachbegleitenden Auwaldbestände kommen im Naturraum nur noch selten vor und sind deshalb besonders schutzwürdig.
Besondere Bedeutung kommt im Gebiet den größtenteils naturnah verlaufenden Gewässerläufen zu, die es in Nord-Südrichtung durchschneiden. Die zum Teil tief eingeschnittenen Bäche prägen sowohl die Geländemorphologie als auch das Wasserregime und damit die Vegetation. Besonders hervorzuheben sind auch die zahlreichen angelegten Tümpel, die sich naturnah entwickeln und einer Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Die gut ausgebildeten Waldbestände sollten als überregional bedeutsame Lebensräume erhalten werden. Die forstliche Bewirtschaftung in Form von Einzelbaumnutzung und Aufforstung standortgerechter Baumarten bzw. dem Zulassen natürlicher Sukzession sollte weiter verfolgt werden. Es ist ein Umbau der noch bestehenden Nadelholzforsten in Laubwald anzustreben. Das stellenweise sehr dichte Wander- und Reitwegenetz sollte aufgelockert werden, um größere störungsfreie Waldbereiche für Flora und Fauna zu erzielen. Das Gebiet liegt im Kontakt zu Grünlandflächen sowie im Südwesten bis Südosten zu weiteren ausgedehnten Wäldern, mit denen es über die Bachläufe verknüpft ist, so daß ihm ein hoher Stellenwert für den Biotopverbund zukommt.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: