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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5404-301

Gebietsname:

Kermeter

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

3588 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Aachen, Dueren, Euskirchen

Kurzcharakterisierung:

Beim Kermeter handelt es sich um einen kerbtalgegliederten Bergrücken in submontan-montaner Höhenlage auf devonischem Untergrund. Er wird von einem der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete im gesamten Naturraum eingenommen. Dominiert wird dieses Gebiet durch naturnahe Buchenwälder. Auf steileren flachgründigen Süd- und Westhängen ersetzen wärmeliebende Eichenwälder zusammen rnit natürlichen Felsheiden und -gebüschen die Buche. Auf nordexponierten Siefenhängen stocken hingegen Schluchtwälder. Gleichfalls sind Nadelholzbestände eingemischt. Südlich der Urft-Talsperre wurden auch Grünlandbereiche mit Mähwiesen, einer Pfeifengraswiese und einem Borstgrasrasen abgegrenzt.

Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:

Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?:

Der Kermeter gehört zu den größten und bestausgestatteten Laubwaldgebieten im Rheinland. Dabei sind die Bestände an Hainsimsen-Buchenwald und Waldmeister-Buchenwald aufgrund ihrer Ausdehnung und Altersstruktur von Iandesweit herausragender Bedeutung. Ferner sind die prioritären Waldbiotoptypen Schlucht- und Hangmischwald sowie bachbegleitende Erlen- und Eschenwälder vorhanden. Hinzu kommen kleinere Felsstandorte rnit natürlichen Felsheiden, Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder, naturnahe Fließgewässer sowie extensive, artenreiche Mähwiesen und Grünlandbrachen. Dieses vielfältige Biotopmosaik bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum wie Schwarzspecht, Mittelspecht und Grauspecht, Uhu oder der Wildkatze als Art hoher Arealansprüche.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?:

Der Kermeter ist eines der größten zusammenhängenden Buchenwaldgebiete in Nordrhein-Westfalen und bildet zusammen mit dem Bad Münstereifeler Forst und dem Waldgebiet Dedenborn ein Netz großflächiger, repräsentativer Waldrefugialgebiete der Hainsimsen-Buchenwaldlandschaft der Eifel. Das wichtigste Entwicklungsziel ist der Erhalt und die Förderung der großfIächigen Laubwaldbestände und hierbei besonders der Buchenwälder, der Schluchtwälder und der Erlen-Eschenwälder durch naturnahe Bewirtschaftungsformen. Totholz ist zu erhalten, Forste nicht bodenständiger Baumarten schrittweise in Laubholzbestände der potenziellen natürlichen Vegetationen umzuwandeln. Daneben ist der Schutz und die Entwicklung der Felsformationen sowie der extensiv zu nutzenden Grünlandflächen von Bedeutung.

Standarddatenbogen:

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Schutzziele und Maßnahmen :

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Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen :

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