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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Inhalt:

Natura 2000-Nr. DE-5405-302

Gebietsname:

Haenge an Urft und Gillesbach, Urftaue von Urft bis Schmidtheim

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

495 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Euskirchen

Kurzcharakterisierung:

Die Hänge an Urft und Gillesbach liegen zwischen den Orten Urft und Marmagen, nordwestlich Nettersheim. Das abwechslungsreiche und stark reliefierte Gelände wird von weitläufigen, naturnahen Buchenwäldern, z. T. mit hohem Anteil von Alt- und Totholz, dominiert; vereinzelt finden sich kleinflächige Trockenrasen, sowie naturnahe Fließ- und Stillgewässer.Es handelt sich überwiegend um Orchideen-Buchenwälder, die in dieser Ausdehnung und Ausprägung für die Osteifel sehr bedeutsam sind. Daneben kommen Waldmeister-Buchenwälder und auch vereinzelt Fichtenbestände vor. Auf den für das Gebiet charakteristischen trockenen Hanglagen haben sich Halbtrockenrasen entwickelt. Im Urfttal befinden sich zwei bedeutende Höhlenkomplexe: die zwei Achenlochhöhlen, unmittelbar nebeneinander in einem freistehenden Dolomitfelsen, sowie die vier Stolzenburghöhlen direkt nebeneinander auf dem Gipfel einer Anhöhe. Im Osten schließt sich die Urftaue von Urft bis zu den Klärteichen von Schmidtheim und dem Nonnenbach an, einschließlich der Seitentäler Wellenbach, Gelensiefen, Greuelsiefen und Schäferbach. Alle Bachsysteme verlaufen weitgehend ungestört, sie werden z.T. von Erlen-Galeriewald und feuchten Hochstaudensäumen begleitet. Die Aue wird von Feucht- und Nassgrünland und nährstoffreichen Frischwiesen sowie deren Brachestadien geprägt. Stellenweise sind magere Wiesen zu finden.

Lebensräume von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH-Richtlinie:

Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?:

Bedeutsam sind im Gebiet die Orchideen- und Waldmeister-Buchenwälder. Aufgrund ihrer Ausbildung, Größe und Naturnähe besitzt das Gebiet landesweite Bedeutung als repräsentatives Orchideen-Buchenwaldgebiet mit seltenen und gefährdeten Arten. Die Achenlochhöhlen sind als Höhlen von hervorragender Repräsentativität einzustufen. Sie dienen 11 Fledermausarten als Winterquartier. Die Stolzenburghöhlen werden trotz ihrer geringen Grösse von 7 Fledermausarten als Winterquartier genutzt und sind als Vorkommen mit sehr guter Ausbildung und guter Repräsentativität einzustufen. Die Urft wird regelmäßig von der Groppe besiedelt, feuchte Hochstaudenfluren begleiten den Flußlauf.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?:

Wichtiges Ziel ist der Erhalt und die Förderung eines geschlossenen naturnahen Buchenwaldkomplexes als Lebensraum für gefährdete Orchideenarten durch naturnahe Waldbewirtschaftung, sowie Erhöhung des Laubwaldanteils durch Umwandlung standortfremder Gehölze. Weitere vorrangige Massnahmen sind der Erhalt der sechs Höhlen in ihrem derzeitigen Zustand und der Schutz der Fledermäuse vor möglichen Störungen. Die Urft soll mit ihrem natürlichen Verlauf als Lebensraum für die gefährdete Groppe erhalten werden.

Standarddatenbogen:

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Schutzziele und Maßnahmen :

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Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen :

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