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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen


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Natura 2000-Nr. DE-5405-306

Aktueller Hinweis:
Aufgrund technischer Umstellungen gibt es zurzeit unterschiedliche Datenstände in dem Standartdatenbogen und dem Sachdatendokument. Die aktuellen Informationen sind im Standarddatenbogen enthalten!

Gebietsname:

Mannenberghoehlen und Mannenbergstollen

Link zur Karte:

Kartenausschnitt

Fläche:

0 ha

Ort(e):

Kreis(e):

Euskirchen

Kurzcharakterisierung:

Es handelt sich um einen Komplex von drei Höhlen und einem Stollen in einem bewaldeten, steilen Urfttalhang nördlich Nettersheim. Die beiden größeren Höhlen (Ganglängen 60 und 73 m) sowie der knapp 100 m lange Stollen sind tiergerecht vergittert. Die längere Mannenberghöhle 2 ist mit einem schmalen, senkrechten Spaltzugang kaum begehbar. Die Mannenberghöhle 1 war vor ihrer Vergitterung gut zugänglich. Der Urfttalhang ist mit einem wärmeliebenden Eichenmischwald bewachsen.

Im Gebiet vorkommende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Im Gebiet vorkommende Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie, die Erhaltungsziel für das FFH-Gebiet sind:

Bedeutsame Vorkommen von Vogelarten im Gebiet:

Was macht die Bedeutung des Gebietes für Natura 2000 aus?

Die beiden Mannenberghöhlen gehören zu den größten natürlichen Höhlen im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel. Der Erhaltungszustand der Mannenberghöhle 2 ist als hervorragend einzustufen, derjenige der Mannenberghöhle 1 als durchschnittlich. In allen 3 Objekten werden regelmäßig überwinternde Fledermäuse nachgewiesen, allerdings nicht in großen Zahlen (jedoch keine komplette Kontrolle der Höhlen möglich, da diese wegen des Vorhandenseins einer Vielzahl von Spalten usw. sehr unübersichtlich sind). Bemerkenswert ist das regelmäßige Vorkommen des Großen Mausohrs (im Mannenbergstollen regelmäßig 3-4 Tiere). Aus naturschutzfachlicher Sicht sind die Höhlen als Vorkommen mit sehr guter Ausbildung und guter Repräsentanz im Naturraum einzustufen.

Welche Schutzmaßnahmen sind geeignet, das verbindende Netzwerk von Lebensräumen zu schaffen?

Die Eingänge beider gößerer Höhlen sind durch stabile Gittertore gesichert. Auch der Eingang des Stollens ist mit einem Schutzgitter versehen. Die Mannenberghöhle 1 unterlag vor der Vergitterung starkem Besucherdruck, so dass sie sehr viel Unrat enthält und viele Mineralbildungen zerstört wurden. Eine Wiederherstellung ist aber durch eine Reinigungsaktion leicht möglich, sodass ein guter Erhaltungszustand erreicht werden kann. Der Eingang der Mannenberghöhle 2 ist schwierig zu begehen, daher ist die Höhle hervorragend erhalten (keine Wiederherstellungsmaßnahmen notwendig). Der dritte Höhlenzugang ist unvergittert, wegen seiner geringen Höhe aber kaum betretbar. Der Höhlen-Stollen-Komplex hat herausragende Bedeutung für Fledermäuse. Vorrangiges Schutzziel ist der Erhalt der Höhlen und des Stollens sowie die Gewährleistung der Ungestörtheit der Fledermäuse im Winter.

Standarddatenbogen:

Erhaltungsziele und Erhaltungsmaßnahmen:

Kartensatz:

Der Kartensatz besteht aus einer Karte:

Kartenanlage 1 zum Standarddatenbogen: